Gemeinsam für mehr Impfschutz: MiMi-Bayern bei der 8. Bayerischen Impfwoche

Vom 03. bis 12. Juli 2026 fand die 8. Bayerische Impfwoche statt. Sie wird alle zwei Jahre von der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) initiiert. Ziel der Impfwoche ist es, die Aufmerksamkeit auf impfpräventable Erkrankungen zu lenken, die Bevölkerung über Schutzimpfungen aufzuklären und die Impfbereitschaft zu fördern.

Schwerpunkt der diesjährigen Impfwoche war erneut die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Die HPV-Impfquote ist in Bayern nach wie vor zu niedrig, zudem bestehen weiterhin zahlreiche Vorbehalte und Fehlinformationen. Mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen sollte daher die Bedeutung der HPV-Impfung stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Auch MiMi-Bayern beteiligte sich an der Bayerischen Impfwoche und führte gezielt Informationsveranstaltungen zu den Themen Impfschutz und HPV-Impfung durch. Insgesamt fanden an den Standorten Coburg, Landsberg, Landshut, Nürnberg/Fürth, Straubing, Schweinfurt und Würzburg 14 Informationsveranstaltungen statt. Die Mediatorinnen und Mediatoren informierten in Deutschkursen, einem interkulturellen Treffpunkt, Gemeinschaftsunterkünften sowie in Online-Veranstaltungen über die Bedeutung von Schutzimpfungen im Allgemeinen und der HPV-Impfung im Besonderen. Darüber hinaus verteilten die MiMi-Mediatorinnen und -Mediatoren auch im Rahmen weiterer Informationsveranstaltungen Flyer und Informationsmaterialien zu diesem Thema.

Humane Papillomviren (HPV) können verschiedene Krebsarten verursachen, darunter Gebärmutterhalskrebs sowie Krebs im Anal-, Genital- und Mund-Rachen-Bereich. Durch eine Impfung von Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren lässt sich das Risiko deutlich verringern. Eine Nachholimpfung ist auch in einem späteren Alter möglich. Grundsätzlich gilt: Je früher die Impfung erfolgt, desto besser ist die Schutzwirkung.

 

 

MiMi-Fachtagung Bayern 2026 - Gesundheit kennt keine Grenzen: Prävention, digitale Chancen und Wohlbefinden gemeinsam denken

Am 9. Juni fand im Tagungszentrum Kolpinghaus in München die bayernweite MiMi-Fachtagung unter dem Motto „Gesundheit kennt keine Grenzen: Prävention, digitale Chancen und Wohlbefinden gemeinsam denken“ statt. Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Politik, Bildung und Wirtschaft sowie MiMi-Mediatorinnen und -Mediatoren nahmen vor Ort und online teil. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der Gesundheitsförderung und Prävention sowie der fachliche Austausch.

Zum Auftakt begrüßte Julia Meßmer, Landesprojektkoordinatorin von MiMi-Bayern, die Teilnehmenden. Anschließend stellte MD Dr. Rainer Hutka (Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention) den Masterplan Prävention Bayern vor und gab Einblicke in gesundheitspolitische Schwerpunkte. Ramazan Salman (Ethno-Medizinisches Zentrum e. V.) betonte die Bedeutung gesundheitlicher Chancengleichheit und die Notwendigkeit gemeinsamer Verantwortung verschiedener Akteure. Dr. Christina Puchstein (MSD Sharp & Dohme GmbH) hob die Rolle von Partnerschaften in der Präventionsarbeit hervor.

Ein weiterer Fokus lag auf Gesundheitsinformationen in der digitalen Welt: Dr. Saskia Maria De Gani (Careum Zentrum für Gesundheitskompetenz, Schweiz) beleuchtete Chancen und Herausforderungen digitaler Angebote – insbesondere im Kontext von Gesundheitskompetenz und Migration.

Auch die Gesundheit junger Menschen und die gesundheitlichen Folgen von körperlicher Inaktivität standen auf dem Fachtag im Vordergrund. Dr. Tanja Hochegger informierte über Risiken des Cannabiskonsums bei Jugendlichen, während Dr. Birgit Sperlich die Folgen von Bewegungsmangel und die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität darstellte.

 

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Auftakt der Schulung für neue MiMis am 18. April 2026

Am 18. April 2026 startete im EineWeltHaus in München eine neue Schulungsrunde des MiMi-Gesundheitsprojekts „Mit Migranten für Migranten (MiMi) – Interkulturelle Gesundheit in Bayern“. Ziel des Projekts ist es, die Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationsgeschichte durch kultursensible und mehrsprachige Aufklärung zu stärken.

In angenehmer Atmosphäre wurden 34 neue Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren mit unterschiedlichsten Hintergründen begrüßt. Nach der Einführung durch die Landesprojektkoordinatorin Julia Meßmer stellte Britta Lenk-Neumann das deutsche Gesundheitssystem anhand einer ausführlichen Präsentation vor.

Im weiteren Verlauf tauschten sich die Teilnehmenden in Gruppen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Gesundheitssystemen ihrer Herkunftsländer und dem deutschen Gesundheitssystem aus. Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum vorgestellt. Dabei zeigte sich bereits großes Engagement und kommunikatives Talent unter den angehenden Mediatorinnen und Mediatoren.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause auf der Terrasse wurde die Schulung mit weiteren Informationen zu Strukturen und Abläufen des deutschen Gesundheitssystems fortgesetzt. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Gegen 18 Uhr endete der erste Schulungstag.

Inzwischen haben bereits die ersten Online-Termine zu den Themen Vorsorge und Früherkennung, Impfschutz sowie Diabetes stattgefunden. Der praktisch-methodische Teil der Ausbildung beginnt mit den letzten Schulungsterminen im Juni und Anfang Juli.

 

 

2. Gesundheitstag - Wichtiges rund um die Leber in Nürnberg

Am Mittwoch, den 04.02.2026 zwischen 11 und 14 Uhr lädt das MiMi-Gesundheitsprojekt Bayern zu einem Gesundheitstag rund um das Thema Lebergesundheit ein. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Noris-Arbeit (NOA) gGmbH statt und wird gemeinsam von NOA, MiMi, mudra und Gilead durchgeführt.

 

Was erwartet Sie?

- Informationen rund um Lebergesundheit und Hepatitis in den Sprachen Arabisch, Türkisch, Rumänisch, Russisch und Ukrainisch
- Hinweise zur leberfreundlichen, gesunden Ernährung
- Leber-/Hepatitis-Quiz
- Optional: wer möchte, kann sich freiwillig und anonym auf Hepatitis C testen lassen

 

Alle Details im Überblick:

Datum: Mittwoch, 04.02.2026 zwischen 11 und 14 Uhr
Ort: Saal der Noris-Arbeit (NOA) gGmbH, Allersberger Str. 130, 90461 Nürnberg
Anfahrt: Mit der Straßenbahn Nr. 7 (Nürnberg Tristanstraße) oder Nr. 8 (Nürnberg Doku-Zentrum) bis zur Wodanstraße fahren
Ansprechpartnerin: Julia Meßmer, 089 5203 5959, jmessmer@ethnomed.com

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich rund um das Thema Lebergesundheit.

 

 

Gesundheitstag - Wichtiges rund um die Leber in München

Am Mittwoch, den 08.10.2025 zwischen 18.30 und 21 Uhr lädt das MiMi-Gesundheitsprojekt Bayern zu einem Gesundheitstag rund um das Thema Lebergesundheit ein. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten von Bellevue di Monaco statt und wird gemeinsam von MiMi, Bellevue di Monaco, Gilead und der Münchner Aids-Hilfe durchgeführt.

 

Was erwartet Sie?

Ein informativer Vortrag zur Lebergesundheit mit Fragerunde
- Informationen rund um Lebergesundheit und Hepatitis in den Sprachen Arabisch, Englisch, Persisch, Russisch und Ukrainisch
- Hinweise zur leberfreundlichen, gesunden Ernährung
- Leber/Hepatitis-Quiz
- Optional: wer möchte, kann sich freiwillig und anonym auf Hepatitis C testen lassen

 

Alle Details auf einen Blick:

Datum: Mittwoch, 08.10.2025 zwischen 18.30 und 21 Uhr
Ort: "Klassenzimmer" im Bellevue di Monaco, Müllerstr. 2, 80469 München
Anfahrt: Mit der Tram Nr. 17 (St. Emmeram) bis zum Reichenbachplatz oder mit U1 (Mangfallplatz) bzw. U2 (Messestadt Ost) bis zur Fraunhoferstraße fahren. Von dort sind es noch rund acht Minuten zu Fuß.
Ansprechpartnerin: Julia Meßmer, 089 5203 5959, jmessmer@ethnomed.com

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich rund um das Thema Lebergesundheit.

 

 

Aktuelles von der landesweiten Schulung

Derzeit findet die landesweite hybride Schulung für neue Mediatorinnen und Mediatoren statt. Ein besonderer Höhepunkt dieser Schulung ist immer, wenn sich die Teilnehmenden wieder persönlich treffen. Am 05.07.2025 war es wieder soweit, und wir nutzten die Gelegenheit für einen intensiven Austausch zu zwei zentralen Themen. Dr. Marvin Rickwärtz, Frauenarzt in einer Praxis in Fürth, der bereits mehrfach als Referent bei MiMi tätig war, begeisterte die Teilnehmenden mit seiner lebhaften und humorvollen Art.

Ein weiteres Thema, das bei MiMis und Teilnehmenden von Informationsveranstaltungen äußerst beliebt ist, ist gesunde Ernährung. Wir freuen uns sehr, dass die Ökotrophologin Annegret Winter von der AOK Bayern, Direktion Mittelfranken, als ausgewiesene Expertin für uns zur Verfügung stand. Herzlichen Dank dafür an die AOK!

Neben dem Erlernen der grundlegenden Leitsätze hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln und zu erproben, wie sie die Inhalte anschaulich in ihren Communities weitergeben können.

Vor der Sommerpause steht noch eine Online-Schulung zum Thema Impfschutz auf dem Programm, die Dr. Hans-Peter Maidhof vom Klinikum Fürth durchführen wird. Nach den Sommerferien freuen wir uns bereits auf die nächsten Termine in Präsenz, bei denen die methodischen Inhalte im Mittelpunkt stehen werden.

 

Gesundheitstag - Wichtiges rund um die Leber in Nürnberg

Am Donnerstag, den 10.07.2025 zwischen 11 und 14 Uhr lädt das MiMi-Gesundheitsprojekt Bayern zu einem Gesundheitstag rund um das Thema Lebergesundheit ein. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Noris-Arbeit (NOA) gGmbH statt und wird gemeinsam von NOA, MiMi, mudra und Gilead durchgeführt.


Was erwartet Sie?

- Ein informativer Vortrag zur Lebergesundheit mit Fragerunde
- Informationen rund um Lebergesundheit und Hepatitis in den Sprachen Arabisch, Türkisch, Rumänisch und Russisch
- Hinweise zur leberfreundlichen, gesunden Ernährung
- Leber/Hepatitis-Quiz
- Optional: wer möchte, kann sich freiwillig und anonym auf Hepatitis C testen lassen


Alle Details auf einen Blick:

Datum: Donnerstag, 10.07.2025 zwischen 11 und 14 Uhr
Ort: Saal der Noris-Arbeit (NOA) gGmbH, Allersberger Str. 130, 90461 Nürnberg
Anfahrt: Mit der Straßenbahn Nr. 7 (Nürnberg Tristanstraße) oder Nr. 8 (Nürnberg Doku-Zentrum) bis zur Wodanstraße fahren
Ansprechpartnerin: Julia Meßmer, 089 5203 5959, jmessmer@ethnomed.com

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich rund um das Thema Lebergesundheit.

 

 

Wir haben unsere Standortkoordinatorinnen und Projektpartner zu MiMi befragt:

Claudia Neuner-Dietsch (links) und Sophie Buchheit (rechts) sind unsere neuen Partner im Landkreis Weilheim-Schongau und sagen

"Wir sind erst seit Januar 2024 ein eigener kleiner Standort und haben dieses Jahr erste MiMis ausgebildet. Wir sind beide seit vielen Jahren im Bereich Migration und Integration tätig. Daher wissen wir, wie schwer es Menschen fallen kann, sich hier überhaupt zurecht zu finden, besonders in unserem Gesundheitssystem. Zum Beispiel ist das Prinzip, vom Hausarzt eine Überweisung zum Spezialisten zu bekommen, in vielen Ländern unbekannt. Wir freuen uns, dass wir dem etwas entgegensetzen können."

Wir haben unsere Standortkoordinatorinnen und Projektpartner zu MiMi befragt:

Unsere Standortkoordinatorin in Nürnberg/Fürth, Melek Kaval sagt

"Als Themen für die Informationsveranstaltungen sind bei uns derzeit Frauengesundheit, besonders Wechseljahre und der Umgang mit Demenzerkrankten durch Familienangehörige stark gefragt. Die Teilnehmenden nehmen wahr, dass die Mediatorinnen und Mediatoren fachlich fundiertes Wissen vermitteln und vertrauen ihnen umso mehr, weil sie Sprache und Kultur mit ihnen teilen."

Wir haben unsere Standortkoordinatorinnen und Projektpartner zu MiMi befragt:

Susanne Taryne, Standortkoordinatorin in Landsberg/Lech erzählt

"Ich habe nicht damit gerechnet, dass in unseren migrantischen Communities das Interesse an Gesundheitsthemen so massiv und anhaltend ist. Das betrifft alle Kulturen. Ich freue mich zum Beispiel darüber, dass wir sehr gute Kontakte zu den Roma-Familien haben, die aus der Ukraine gekommen sind. Sie sind sehr interessiert und nehmen wirklich an, was wir in den Infoveranstaltungen vermitteln."