MiMi-Fachtagung Bayern 2026 - Gesundheit kennt keine Grenzen: Prävention, digitale Chancen und Wohlbefinden gemeinsam denken
Am 9. Juni fand im Tagungszentrum Kolpinghaus in München die bayernweite MiMi-Fachtagung unter dem Motto „Gesundheit kennt keine Grenzen: Prävention, digitale Chancen und Wohlbefinden gemeinsam denken“ statt. Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Politik, Bildung und Wirtschaft sowie MiMi-Mediatorinnen und -Mediatoren nahmen vor Ort und online teil. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der Gesundheitsförderung und Prävention sowie der fachliche Austausch.
Zum Auftakt begrüßte Julia Meßmer, Landesprojektkoordinatorin von MiMi-Bayern, die Teilnehmenden. Anschließend stellte MD Dr. Rainer Hutka (Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention) den Masterplan Prävention Bayern vor und gab Einblicke in gesundheitspolitische Schwerpunkte. Ramazan Salman (Ethno-Medizinisches Zentrum e. V.) betonte die Bedeutung gesundheitlicher Chancengleichheit und die Notwendigkeit gemeinsamer Verantwortung verschiedener Akteure. Dr. Christina Puchstein (MSD Sharp & Dohme GmbH) hob die Rolle von Partnerschaften in der Präventionsarbeit hervor.
Ein weiterer Fokus lag auf Gesundheitsinformationen in der digitalen Welt: Dr. Saskia Maria De Gani (Careum Zentrum für Gesundheitskompetenz, Schweiz) beleuchtete Chancen und Herausforderungen digitaler Angebote – insbesondere im Kontext von Gesundheitskompetenz und Migration.
Auch die Gesundheit junger Menschen und die gesundheitlichen Folgen von körperlicher Inaktivität standen auf dem Fachtag im Vordergrund. Dr. Tanja Hochegger informierte über Risiken des Cannabiskonsums bei Jugendlichen, während Dr. Birgit Sperlich die Folgen von Bewegungsmangel und die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität darstellte.
Die Mittagspause bot Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung an den Informationsständen verschiedener Einrichtungen. Vertreten waren das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die MSD GmbH, die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS), ELTERNTALK, pro familia, Condrobs, die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit e. V. (LAGZ), das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIöG) sowie die Deutsche Suchthilfe. Am Stand des Ethno-Medizinischen Zentrums e. V. und von MiMi Bayern lagen mehrsprachige Broschüren zu verschiedenen Gesundheitsthemen zur Mitnahme aus.
In vier parallelen Workshops wurden zentrale Themen praxisnah vertieft: gesunder Start ins Leben (Gesundheit von Neugeborenen), Cannabisprävention, Organspende sowie Wechseljahre mit medizinischen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten.
Die Tagung zeigte erneut die hohe Bedeutung von Prävention, Gesundheitskompetenz und diversitätsgerechter Versorgung. Sie bot vielfältige fachliche Impulse und stärkte den Austausch sowie neue Kooperationen in der Gesundheitsförderung.
Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für ihr Engagement und den gelungenen fachlichen Austausch.